Die Bankenwelt steht vor einem historischen Umbruch. Früher war der Gang zur Bank ein fester Termin im Kalender. Heute ist die Bank eine App auf dem Smartphone. Während Sparkassen sowie Volksbanken und Raiffeisenbanken zuletzt Rekordgewinne verzeichneten, wächst im Hintergrund der Druck durch fortschreitende Digitalisierung und fundamental veränderte Kundenerwartungen.
Die Transformation des klassischen Geschäftsmodells
In einer Ära, in der digitale Exzellenz zur Basisanforderung geworden ist, stehen regionale Kreditinstitute vor zentralen, strategischen Fragestellungen:
Das Schlagwort lautet Smart Banking – doch was steckt wirklich dahinter?
Smart Banking ist weit mehr als ein reines technologisches Upgrade. Es markiert die Evolution des Bankgeschäfts hin zu einer datengetriebenen, proaktiven Wertschöpfungskette. Mein aktuelles Fachbuch „Smart Banking: KI-Use-Cases und Wertschöpfungsnachweise von Künstlicher Intelligenz (KI) in Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken“ (erschienen im SpringerGabler-Verlag, 2026) beleuchtet, dass die strategische Integration von KI-Systemen Prozesse in allen Bankbereichen effizienter gestalten kann. Der Kern dieser Transformation liegt in der ganzheitlichen Optimierung, die unmittelbar und kurzfristige eine dreidimensionale Wertschöpfung generiert:
Zusammengefasst bedeutet dies: Smart Banking ist das Betriebssystem für die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells regionaler Kreditinstitute, das die traditionelle Vertrauensstellung in die digitale Souveränität überführt.
37 validierte Use-Cases für die Praxis
Smart Banking definiert sich durch die intelligente Verknüpfung von operativen Prozessen und kundenzentrierten Mehrwerten. Basierend auf qualitativen Experteninterviews wurden 37 konkrete Anwendungsfelder (Use-Cases) identifiziert und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit sowie strategischer Relevanz bewertet. Dabei zeigen Berechnungen, dass bereits einzelne KI-Use-Cases Einsparungspotenziale und Ertragssteigerungen im sechsstelligen Bereich pro Institut ermöglichen. Ergänzt werden diese harte Fakten durch qualitative Vorteile wie eine signifikant verbesserte Servicequalität und gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit durch die Entlastung von repetitiven Aufgaben.
Fazit und Ausblick: Nähe neu definieren
Die Zukunft der Hausbankbeziehung entscheidet sich an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Für Sparkassen und Genossenschaftsbanken bedeutet dies, die technologische Überlegenheit von Smart Banking mit dem Faktor Vertrauen und regionaler Präsenz zu verschmelzen. Nur wer die Beziehungen durch smarte, KI-gestützte Prozesse aufwertet, wird die Erosion der exklusiven Kundenbeziehungen stoppen können.
Sind Sie an einem fachlichen Austausch interessiert?
Die strategische Einbettung von KI in Ihre Bankstrukturen ist ein komplexer, aber alternativloser Prozess. Sie erfordert nicht nur technologische Anpassungen, sondern vor allem den gezielten Aufbau von digitaler Kompetenz bei Ihren Leistungsträgern.
Wenn Sie die Potenziale von Smart Banking für Ihr Haus systematisch analysieren, innovative KI-Use-Cases validieren oder Ihre Führungskräfte und Teams im Rahmen meiner spezialisierten Masterclass „Smart Banking – Grundlagen KI und Use Cases“ aufstellen möchten, freue ich mich auf eine Kontaktaufnahme. Gemeinsam entwickeln wir auf Basis wissenschaftlicher Methodik und fundierter Praxiserfahrung zukunftsweisende Konzepte für Ihre digitale Transformation. Ich freue mich auf den Dialog mit Ihnen.
Herzliche Grüße
Prof. Dr. Argjent Demiri
Quellen:
Demiri, A. (Hrsg.) (2026): Smart Banking: KI-Use-Cases und Wertschöpfungsnachweise von Künstlicher Intelligenz (KI) in Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. SpringerGabler Verlag. Wiesbaden


